Sondervorstellung: Nosema

Der letzte Sommer vor dem Verschwinden

Dokumentarfilm | 2021 | Türkei | 30’ | Sprache: Aramäisch, Türkisch, Kurdisch | Untertitel: Englisch
Regie: Etna Özbek

Hürmüz und Simuni Diril bauten ihr Haus schon zum achten Mal wieder auf. Es wurde zerbombt und niedergebrannt in einem bewaffneten Konflikt zwischen der türkischen Armee und der PKK, der sie mehrmals gezwungen hatte ihr Dorf zu verlassen. Meer* ist eines der letzten verbliebenen chaldäisch-katholischen Dörfer in der Türkei. Die Region, die einst voller Leben war, ist nun entvölkert. Hürmüz und Simuni Diril waren einige der wenigen Menschen, die noch hier lebten. Im Oktober 2019 bekamen sie Besuch von ihren Kindern. Die Regisseurin Etna Özbek begleitete sie. Die Kamera hält das Familienleben fest, den ungebrochenen Lebensmut der Eltern, die Arbeit mit den Bienen, von deren Honig die Familie lebt, die Geschichten und Orte aus der Vergangenheit… Es sollte das letzte Mal sein, dass die Kinder ihre Eltern sahen.
NOSEMA** ist das Dokument dieser letzten Begegnung. Der Film feiert seine Deutschland-Premiere bei den 33. Türkischen Filmtagen.

*Meer: Armenisch für Honig. Früherer Name dieses Dorfes in der Provinz Şırnak. Der heutige Name ist Kovankaya
**Nosema ist der Ausdruck für eine Bienenstock-Krankheit. Sie befällt die Bienenstöcke in der Regel im Winter und tötet die darin befindlichen Bienen.

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Über die Regisseurin

Etna Özbek wurde 1991 in Ankara geboren. 2017 schloss sie ihr Studium an der School of Visual Arts (SVA) New York City mit dem Hauptfach Film/Video ab. Der kurze Dokumentarfilm WATER, WATER EVERYWHERE, ihr Abschlussfilm, wurde auf verschiedenen internationalen Filmfestivals gezeigt.

Filmographie:

  • Nosema (2021)
  • Water, Water Everywhere (2018) 

Festivals und Preise:

  • İstanbul IFF, Nationaler Dokmentarfilm Wettbewerb (2021)
    Auszeichnungspreis
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