YOL – DER WEG

Über die Feiertage erhalten fünf Insassen des berüchtigten Gefängnisses Imrali überraschend Urlaub. Die Zuschauer begleiten die Protagonisten auf ihrem Weg zu ihren Heimatorten und werden Zeugen des damaligen Militärregimes, feudaler Strukturen, struktureller Ungleichheit, Armut, aber auch des strengen Ehrbegriffs, dem die Frauen in ländlichen Gebieten unterworfen waren. YOL entstand 1981 kurz nach dem Militärputsch. Aufgrund von Güneys Inhaftierung führte sein Assistent Şerif Gören Regie. Nach seiner Flucht aus dem Gefängnis vervollständigte Güney den Film im Exil.

YOL, teilte sich im Jahr 1982 gemeinsam mit Costa Gavras‘ Werk “Missing” die Goldene Palme bei den Internationallen Filmfestspielen von Cannes.