STEPPE

Drama | 2019 | Türkei | 87’ | Untertitel: Englisch

Regie: Ali Özel | Darsteller: Ahmet Özel, Hakan Emre Ünal, Mücahit Koçak, Ozan Dağara


Inhalt

Was passiert, wenn ein Staudammprojekt ein ganzes Dorf verschlingt? Was bleibt übrig vom eigenen Leben und den Erinnerungen? Nehmen die Fluten diese mit sich, so dass nichts als Leere zurückbleibt? Ahmet, dessen Welt sich um sein Haus und den Garten dreht, indem seine Frau begraben liegt, weigert sich trotz aller Beharrlichkeit seiner Neffen, ein neues Haus zu beziehen. Da die Lage ausweglos scheint, wird Ahmets Sohn Harun zu Hilfe gerufen. Der seit Jahren andauernde Streit zwischen Vater und Sohn sorgt für eine weitere Belastung. Die Bemühungen des Sohnes, das Grab der Mutter zu verlegen, scheinen zwecklos.Vordergründig als psychologisches Drama um einen Vater-Sohn-Konflikt angelegt, geht es in dem Film vor allem auch um die Kritik an den gigantischen Staudammprojekten der Türkei. Die Dreharbeiten für den Film fanden in den Orten Taşkent, Hadim und Bozkır in der Provinz Konya statt.

Über den Regisseur

Nachdem Ali Özel zunächst bei vielen Serien, Werbe- und Spielfilmen als Kamera-Assistent tätig war, folgten mehrere Spielfilmprojekte als Kameramann.STEPPE ist das Erstlingswerk des Regisseurs, der ebenfalls das Drehbuch schrieb und mit diesem einen überragenden Erfolgt feierte. Beim 56. Internationalen Film Festival in Antalya wurde der Film in sagenhaften zehn Kategorien geehrt.

Festivals und Preise

  • 2019 Antalya IFF |
    • Bester Film, Bester Regisseur (Ali Özel), Bestes Drehbuch (Ali Özel), Bester Schauspieler (Mücahit Koçak), Bester Nebendarsteller (Ozan Dağara, Hakan Emre Ünal), Bester Schnitt (Ali Özel, Mahmut Aran, Yakup İnanlı), Beste Filmmusik (Hüseyin Özel), Bester Kameramann (Ümit Çakmaksoy), Bester Debütfilm

Warum solltet ihr euch den Film anschauen?

Was den Film STEPPE besonders macht, ist, dass er sich einem Thema annimmt, das in der Türkei allgegenwärtig ist, das aber nur sehr ungenügend in der Öffentlichkeit – vor allem außerhalb der Türkei – diskutiert wird. Die immensen physischen und psychischen Belastungen für die Menschen, die durch den Bau von Staudämmen ihren seit Generationen bewohnten Lebensraum aufgeben müssen und an neue Orte umgesiedelt werden. Der Film erzählt davon anhand eines persönlichen Schicksals. Auf unaufgeregte Weise und mit wenigen Worten gelingt es dem Regisseur den Schmerz über eine auf immer verlorene Natur spürbar zu machen. Ein Film, der berührt!